BAVARIAN - RANGE

 

 

Mai 2003 Nr. 2

 

VICKSBURG

PFINGSTCAMP 2003

des 9th Ohio Vol.Inf.Reg./Co.G

 

Camp-SZENARIUM

Passend zum Thema "Mississippi" des diesjährigen Saloonabends und unter Berücksichtigung des Kriegsjahres 1863 des Amerikanischen Civil-War hat es sich geradezu angeboten, für das interne Pfingst-Camp der Civil-War-Darstellungsgruppe des Vereins ein Szenarium aus dem großen Bereich "Vicksburg-Campaign" zu wählen. Wenn auch die 9th Ohio selbst zu dem Zeitpunkt ein bischen nördlicher agierte, so soll das Camp eines der vielen Lager darstellen, die General U.S. Grant bei seiner Vicksburg-Campaign unterstützten.

Grundsätzlich ist auch für Nicht-Vereins-mitglieder eine Teilnahme am Pfingstcamp möglich. Da es aber wegen des historischen Szenariums gewisse Regeln bezüglich Kleidung und Verhalten gibt, sollten sich Interessierte auf jeden Fall mit dem Veranstalter abstimmen, weil es sonst passieren könnte, das sie gar nicht erst reinkommen.

Kontakt: Gerhard Meßmann (09471) 98415

AMERIKANISCHE

GESCHICHTE

Bereits von Beginn des Krieges an war es im sogennaten "Anaconda"-Plan von General Scott vorgesehen, den Süden durch eine Umklammerung auszuhungern. Dazu gehörte auch, daß sich der Mississippi / Missourie in der Hand der Union befand. Bis zum Frühjahr 1862 beherrschte die Union den Unter- und Oberlauf des Mississippi-River, während die 110 Meilen des Mittellaufes von der Konföderation kontrolliert wurden. Der scheinbar uneinnehm-bare Eckpfeiler im Norden war Vicksburg.

Ein erster Versuch der Union, die Stadt zu erobern, scheiterte jedoch im Sommer 1862. Als General Ulysses S. Grant im Oktober 1862 zum Befehlshaber des Department of the Tennesse ernannt wurde, war die Eroberung der Bastion Vicksburg eines seiner wichtigsten Ziele.

Grants Vicksburg-Feldzug nahm seinen Anfang im verworrenen Netz von Wasserläufen in Louisiana. Am 31. März 1863 begannen McClernands und McPhersons Korps ihren Vormarsch durch diese Wasserläufe und landeinwärts nach Süden, bis sie das Westufer des Mississippi bei Bruinsburg erreichten. Porters Kanonen- und Transportboote waren zwischen-zeitlich flußabwärts gefahren und hatten die feindlichen Batterien vor Vicksburg passiert. Die Schiffe beförderten die Yankees ans andere Ufer des Flusses. Eine Woche später legte Shermans Korps den gleichen Weg zurück. Grant war nun bereit für den Kampf. Er startete seinen Feldzug mit einem kurzen Abstecher nach Grand Gulf, um die Rebellen zu vertreiben. Dann steuerte er auf Raymond zu. Die Verteidiger konnten ihn nur einen Tag lang aufhalten. Grant schickte McPherson in den Norden, um die Bahnlinie Richtung Clinton zu unterbrechen. Shermans und McPhersons restliche Soldaten sollten die Stadt Jackson angreifen und einnehmen. Sie fiel nach zwei Tagen.

Pemberton verließ Vicksburg, um Grants Vormarsch aufzuhalten. Am 16. Mai bezog er am Championís Hill, zwischen Jackson und Vicksburg, Stellung. Grant setzte ihm übel zu und drängte ihn zurück. Am nächsten Tag startete Pemberton an der Big Black River Bridge erneut einen vergeblichen Versuch. Er sah sich schließlich dazu gezwungen, seine Einheiten zu den Verteidigungsstellungen in Vicksburg zurückzuziehen, dort auszuharren und - vergeblich - auf Johnstons Hilfe zu warten.

Am selben Abend schickte Grant die ersten Truppen zu den Stellungen, und am 19. Mai erfolgte der erste Angriff. Obwohl die Lage eigentlich hoffnungslos erschien, hielten die Konförderierten durch. Das änderte sich auch nicht bei den weiteren Angriffen, die in den nächsten Tagen erfolgten. Grant entschied sich schließlich für eine Belagerung.

Wochenlang stand die belagerte Stadt unter kontinuierlichem Sperrfeuer, und alle Verbindungs-wege nach Außen wurden mit der Zeit abgeschnitten. Anfang Juli waren Pembertons Einheiten jedoch ausgehungert und durch Krankheit und zunehmender Fahnenflucht geschwächt. Da Johnstons Hilfe ausblieb, mußte Pemberton am Ende kapitulieren. Die Kommandeure beider Lager regelten am 3. Juli bei einem Treffen die Bedingungen der Kapitulation. Pemberton ergab sich daraufhin am nächsten Tag. Seine 28.000 Mann starke Armee hatte kaum Verluste erlitten. Grants Armee war hingegen auf 77.000 Mann angewachsen.

"Der Vater der Gewässer strömt wieder ungestört ins Meer", verkündete Lincoln in Washington.

Gary Carson

MISSISSIPPI - NIGHTS

Artikel für die Presse vom 28.April 2003,

erschienen in der MZ vom 05.Mai 2003

Mit dem Thema des Saloonabends am Samstag, den 26. April versuchte der Country- und Westernclub BAVARIAN RANGERS e.V. aus Katzdorf / Teublitz diesmal seine Besucher in die bunte Welt rund um die großen Flüsse des nordamerikanischen Kontinents in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu entführen. Das liebevoll eingerichtete Vereinsheim, die speziell ausgewählten Speisen und die "Old-Style"-Countrysongs der vereinseigenen Band RANGE-GAMBLERS schufen eine Atmosphäre, in der sich die Gäste schnell wohl fühlten.

Wer kennt nicht die Geschichten Mark Twains, die Abenteuer Tom Sawyers und Hucklebery Finns am "Ol Man River", dem Mississippi / Missourie ? Was viele Generationen junger Leser begeisterte war für die BAVARIAN RANGERS Inspiration für das Ambiente des diesjährigen Saloonabends. Und so wurde es die Nacht der Schaufelraddampfer, der Flußschiffer, der Saloongirls und natürlich der Glücksspieler, der Gambler, die überall auf diesen "schwimmenden Spielhöllen" zu finden waren. Unter anderem war stilecht ein Würfeltisch aufgebaut, bei dem die Gäste, wenn auch recht gefahrlos, den Reiz des Glücksspiels auskosten konnten. Wer mehr nach leiblichen Genüssen trachtete, dem standen mit "Wrapes New Orleans", "Mississippi-Topf" und "Croissants á lá Saint Louis" genügend Möglichkeiten zu Verfügung, dieses Verlangen zu stillen.

Für die musikalische Untermalung mit bekannten "Old-Style"-Countrysongs und Westernballaden sorgte abermals die aus Mitgliedern und Freunden des Western-Clubs bestehende Band RANGE GAMBLERS.

GM

 

 

Herausgeber: Francis C. Dean